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Nach der Installation von Slic3r auf dem einem neunem Windows 7 Rechner, ließen sich Änderungen in den Slic3r Profilen einfach nicht speichern. Nach längerem rumrätseln warum keine Änderungen gespeichert werden wollte ich die Save-Files einfach mal per Hand editieren. Die zu finden ist schon etwas trickreich, liegen diese doch mal wieder unter den Versteckten Dateien.

Diese findet man am einfachsten wenn man die Windowstaste + R drückt und in den Ausführendialog „%appdata%“ eingibt. In dem Ordner findet man dann Slic3r und darin die Save-Files. Geht natürlich auch direkt über den Pfad: C:\Users\Eigener_Benutzername\AppData\Roaming\Slic3r.

Ein Blick auf die Dateiattribute zeigte das die Dateien allesamt schreibgeschützt waren, kein Wunder also das mit speichern da nichts war. Warum die Schreibgeschützt waren ist mir allerdings unklar.

Wer alle Einstellungen schnell, und ohne sich durch die Slic3r Menüs duchklicken zu müssen, verändern will kann das über die Save-Files ganz bequem erledigen.

Hier mal was ganz anderes abseits von Hardware.

Ich nutze als Standart Betriebsystem Fedora, also ein Linuxsystem. Da gab es noch ab und an Probleme mit der einen oder anderen 3D Software, nichts was man nicht mit improvisation und etwas googeln nicht lösen konnte. Jetzt hatte ich Zeit und Gelegenheit von Version 17 auf Version 19 umzusteigen. Und siehe da, das läuft wie geschmiert. Fedora wirbt jetzt sogar auf ihrer Hauptwebseite mit den Möglichkeiten für das 3D Drucken. Jetzt läuft da eigetlich alles, was unter Windows auch läuft auf vorallem alles was ich zum Drucken verwende.

Da Slic3r 0.9.8 rausgekommen ist muss das natürlich auch gestestet werden. Laut ChangeLog gibt es einige neue Features und Verbesserungen.

  • Acceleration Controle, zu finden in den advanced settings, finde ich sehr nützlich. Objekte die ich bis jetzt in Skeinforge gedruckt habe, da ich dort den Perimeter besser einstellen konnte, gehen jetzt dank der erweiterten Optionen auch gut mit Slic3r!
  • Slicer 0.9.8 ist etwas schneller als die Vorgängerversion, vorallen bei mehreren unterschiedlichen Objekten auf der Druckplatte.
  • Auch scheint Slic3r besser mit machen STL-Files klar zu kommen.

Allem Anschein nach wieder ein guter Schritt in die richtige Richtung. Ich werde die 0.9.8 Version weiter verwenden.

Nach dem ich schon diverse Softwareeinstellung getestet habe wollte ich mal den Test zwischen Skeinforge und Slic3r machen. Bis jetzt habe ich immer Skeinforge verwendet um zu drucken.

Skeinforge

Was bei Skeinforge als erstes ins Auge sticht ist die große Anzahl an Buttons, Reglern und andern Optionen. Das dürfte auch direkt der beste und zugleich schwierigste Punkt an Skeinforge ist. Man kann super viel Einstellen und damit auch sehr gute Druckergebnisse erzielen, jedoch ist das Einstellen etwas schwierig.

Gute Tutorials dazu gibst es hier, hier und auch in Form von diversen Videos auf Youtube. Mit den Tutorials konnte ich Skeinforge ganz gut einstellen, jedoch sind halbwegs passable Englisch Kenntnisse zwingend erforderlich, und auch die Bereitschaft das eine oder andere nochmal speziell im Internet heraus zu finden.

Auch ist mir aufgefallen das das Slicen mit Skeinforge länger dauert als bei Slic3r, das kann natürlich an der deutlich größeren Zahl an Einstellungsoptionen liegen. Super ist das Skeinforge mit Python läuft, so das es auch unter Linux keine Probleme gibt.

Slic3r Slic3r_192px

Slic3r verwende ich erst seit kurzem, bin aber sehr begeistert. Die Bedienung ist genial einfach, da brauch man nicht mal eine Anleitung aus den Netz, dafür ein dickes Plus! Slic3r unterstützt wie Skeinforge auch mehrere Extruder. Das Slicen läuft extrem schnell ab, bei großen detailreichen Objekten mit geringer Schichthöhe macht sich das multithreading, also die Verteilung der Rechenoperationen auf mehre CPU Kerne, sehr positiv bemerkbar. Auch Slic3r läuft unter Linux da es auf Perl basiert!

Einziger Kritikpunkt: Manchmal wären ein paar mehr Optionen super. Ich vermisse vor allem die Funktion die Heizbetttemperatur mit zunehmender Druckhöhe abnehmen zu lassen. Slic3r unterscheidet zwar zwischen der ersten und den restlichen Ebene, manchmal ist das aber nicht fein genug. In Skeinforge lasse ich die die Temperatur einfach um 3°C pro Schicht abnehmen, was bei kleinen fragilen Objekten wichtig ist.

Fazit

Beide Tools haben Stärken und Schwächen, für die meisten Drucke werde ich wohl Slic3r verwenden, das geht schneller und liefert super Ergebnisse. Nur bei speziellen Objekten oder wenn ich mit Slic3r nicht weiterkomme werde ich wieder Skeinforge verwenden.